Der Stufenschnitt: Willkommen zurück, alter Freund!

Bei all den stumpf geschnittenen Bobs und Lobs hätte es fast keiner gemerkt: Der Stufenschnitt ist wieder da! Wir haben ihn sehr vermisst. Denn mit dem cleveren Spiel aus unterschiedlichen Lagen bringen Sie Schwung in jede Haarstruktur.

Siegeszug der Stufen: Do „The Rachel“!

Wer Stufenschnitt sagt, muss auch The Rachel sagen. In den Neunziger träumten unzählige Frauen von einer Frisur wie Rachel Green in der Hitserie „Friends“.

Die Zutaten des Looks: stark definierte fedrige Stufen, rundgeföhnte Strähnen, klar abgesetzte Block-Highlights und massives Volumen am Hinterkopf. Gibt es eine Frisur, die den Spirit der Neunziger besser einfängt? Uns fällt keine ein.

Was damals keiner wusste: Jahre später verriet Schauspielerin Jennifer Aniston, wie sehr sie diese Frisur gehasst hat. Während ihr Signature-Look zum Synonym für den Stufenschnitt wurde, musste sie dafür stundenlang in der Maske sitzen. Und das täglich.

Sie nannte ihn „impossible to maintain”, unmöglich zu pflegen. Das fanden viele Nachahmerinnen auf die harte Tour heraus. Dennoch war der Siegeszug der Stufen nicht mehr aufzuhalten. Und abgesehen von den komplizierten Rachel-Inspirationen entwickelte sich die Frisur schnell zum einem echten Alltagsklassiker.

Denn der Stufenschnitt zaubert mehr Volumen, mehr Bewegung, mehr Frische und eine Typveränderung, ohne dass Sie sich komplett neu erfinden müssen. Wichtig ist nur, wie Ihr Friseur die Stufen zueinander setzt, welchen Stufen-Stil er wählt und worauf Sie Lust haben! Wir versprechen außerdem: Die Pflege ist ein Klacks. Garantiert.

Stufen für kurze Haare: Geht das? Geht!

Wer immer noch behauptet, dass Sie mit kurzen Haaren bei vielen Frisurentrends den Kürzeren ziehen, lebt offensichtlich unter einem Stein. Gerade kurze Haare erhalten durch Stufen ihre einmalige Struktur. Angesagt sind Stufen, die sich ein wenig an der Herrenmode orientieren – sozusagen die weibliche Form des Façon-Schnitts.

Hierbei drehen Sie den üblichen Stufen-Spieß um, die Haare werden zum Oberkopf immer länger. Das modelliert ein schmaleres Gesicht und lässt Ihnen genug Deckhaar, das Sie täglich neu stylen können.

Doch Achtung: Der pieksig-fransig geschnittene Stufenlook mit überlangem, schrägem Pony ist definitiv out! Wir hoffen, dass der sogenannten „Karen Cut“ noch lange in der Versenkung bleibt.

Stufen für mittellange Haare: Vokuhila light

Ja, Sie lesen richtig: Wir raten Ihnen ernsthaft zum Vokuhila. Bei mittellangen Haaren ist eine gestufte Frisur mit kurzer Vorderpartie und längerem Hinterkopf immer eine Punktlandung. Natürlich clever konzipiert und ohne lächerliche Klischees.

Beim mittellangen Stufenschnitt ist der Pony das beste Accessoire. Als lang geschnittene, dichte Variante, die gern die Augenbrauen verdeckt, ergänzt er kleinteilige Stufen. Dieser Seventies-Rock-Look sollte etwas undone getragen werden und sieht mit trendigen Untertönen wie Kupfer oder Platin besonders gekonnt aus.

Wenn Sie es sanfter mögen, lassen Sie sich vom Pariesienne-Charme inspirieren. Setzen Sie auf einen Mittelscheitel mit Curtain Bangs, die sanft das Gesicht umrahmen. Die gut verteilten Stufen in den Längen bilden weiche Übergänge und sorgen für die notwendige Schwerelosigkeit.

Stufen für lange Haaren: Vom Rachel zum Jennifer

Abgesehen von ein paar Ausflügen ins sleeke Frisurenmetier mit gerader Haarkante ist Jennifer Aniston dem Stufenschnitt treu geblieben. Aber auf eine ultralässige Art, die wir sehr gern kopieren. Lange Haare und Stufen vertragen sich prächtig, solange die Stufen subtil bleiben und gekonnt in der Haarstruktur verschwinden.

Ums Gesicht sorgt eine Stufe für einen natürlichen Rahmen, am Hinterkopf verhindern wenige Stufen, dass das Deckhaar zu schwer nach unten gezogen wird. In Sachen Pony folgen Sie entweder dem coolen Beachgirl-Prinzip mit Mittelscheitel oder geben sich mit einer schrägen Variante einen geheimnisvolleren Touch.

Dick, dünn, lockig: Stufenchallenge accepted!

Der Stufentrend ist auch deswegen wieder da, weil er Haarstrukturen beherrschbar macht, die normalerweise als „schwierig“ gelten. Dicke Mähnen wirken schnell schwer, an den falschen Stellen voluminös und platt. Eine Frisur mit Stufen dünnt den Look clever aus und macht ihn beweglich – ohne Ihnen zu viel von Ihrer Mähne zu rauben oder den Grundlook zu verändern.

Dünnen Haaren fehlt es meist an Volumen, was sich durch Stufen fix beheben lässt – ohne zu viele Stylingprodukte, die das dünne Haar angreifen können. Hier kommt es nur darauf an, mit möglichst wenig Stufen möglichst viel zu erreichen. Denn jede Stufe raubt der Frisur dringend benötigte Grundsubstanz. Je kürzer Ihr Haar ist, desto mehr Stufen dürfen es jedoch sein.

Und Locken? Die lieben Stufen besonders! Dadurch erhalten sie unbändige Sprungkraft und Ihre Wuschelmähne wird besonders eindrucksvoll. Das funktioniert übrigens in allen Längen und bei jeder Grundfrisur.

Frisur mit Stufen pflegen und stylen: Nieder mit den Fransen!

Auch wenn ein Stufenschnitt wie natürlicher Zufall wirken soll, ist regelmäßiges Nachschneiden Pflicht. Denn der Frisur hat die Stufen exakt zu Ihrem Gesicht gesetzt, Ihr Haar wächst nicht überall gleich schnell nach.

Herausgewachsene Stufen wirken schnell wie schmelzendes Eis – irgendwie falsch und von der Schwerkraft besiegt. Oder Sie sehen aus wie ein gerupftes Huhn, da die dünneren Spitzen fransig nachwachsen.

Ausgedünnte Haarspitzen brauchen außerdem ein bisschen mehr Zuwendung, um nicht von Spliss bedroht zu werden. Regelmäßige Kuren und Hitzeschutz bei jeder Stylingsession gehören ab sofort fest zu Ihrer Beauty-Routine.

Selbst ein ultraverwuschelter Stufen-Cut sieht am besten aus, wenn Sie ihn nicht einfach irgendwie trocknen und mit irgendeinem Stylingprodukt halbherzig fixieren.

Hier ist ein wenig Präzision gefragt. Setzen Sie auf den Kamm oder die Rundbürste und trocknen Sie das Haar Strähne für Strähne. Damit arbeiten Sie Ihre Stufen sauber heraus und bringen die sorgfältig komponierte Frisur zum Strahlen.

Wenn’s undone werden soll, nehmen Sie nach der akkuraten Trockenarbeit etwas Stylingwachs, verreiben es in den Händen und kneten sanft kreuz und quer durch die Haare. Einzelne Strähnen lassen sich am Ende noch einmal extra modellieren.

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