Ausflug ins Wörterwirrwarr – Fachbegriffe erklärt: Conditioner

Wer beim Schlagwort Conditioner an den Begriff Konditionieren denkt, liegt goldrichtig. Denn der Schönheitshelfer ist dafür da, die Haare nach dem Waschen so zu konditionieren, dass sie gegen äußere Einflüsse geschützt und insgesamt gestärkt werden. So wichtig dieser Pflegeschritt, so zwingend sollten Sie ein paar Profi-Tipps kennen!

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Conditioner und einer Haarspülung?

Nein, dabei handelt es sich nur um die englische Bezeichnung, die in der Profiwelt der Haarpflege gebräuchlich ist – und auch internationaler klingt.

Was macht die Spülung?

Ein Shampoo allein reicht nicht aus, um Ihre Haare zu nähren und zu schützen. Schließlich ist es nur ein Reinigungsprodukt, das die Schuppenschicht öffnet und Rückstände entfernt. Der Vorteil: Ihr Haar ist nun bereit, Pflegestoffe aufzunehmen, welche erst die Haarspülung liefert. Außerdem ist sie dafür verantwortlich, die Schuppenschicht wieder zu schließen und so Umwelteinflüsse von der Haarsubstanz fernzuhalten.

Kann ich jede Spülung für die Haarpflege verwenden?

Wie immer bei der Haarpflege gilt: Die Formulierung der Spülung muss zwingend zu den Bedürfnissen der Haare passen. Trockenes Haar benötigt Hilfe mit mehr Feuchtigkeit, coloriertes Haar benötigt Hilfe dabei, die Farbpigmente länger im Haar zu verankern.

Kann ich bei der Haarpflege auch nur die Spülung verwenden?

In Blogs oder Zeitschriften liest man immer wieder den Tipp, dass die Routine-Wäsche nur mit einer Spülung schonender für das Haar ist. Das stimmt und stimmt nicht – und liegt meist eher am Shampoo.

Viele handelsübliche Pflegeprodukte entfernen zwar Ablagerungen aus der Umwelt, jedoch nicht vollständig. Außerdem hinterlassen sie selbst Ablagerungen, die das Haar belasten. Dem wirken Sie mit professionellen Produkten vom Friseur entgegen, die wirklich keine Spuren hinterlassen.

Ließe man jedoch das Shampoo vollständig weg, könnte die Spülung in Sachen Glanz und Geschmeidigkeit zwar sehr kurzfristig etwas ausrichten, würde sich aber nur an der Haaroberfläche anlagern, statt in diese einzudringen. Gerade das soll die Spülung jedoch erreichen. Und dafür braucht es ein Shampoo, das die Schuppenschicht öffnet.

Wie wende ich die Spülung richtig an?

Auch wenn viele im Alltag die Spülung auftragen und gleich darauf wieder auswaschen, lohnt es sich ungemein, etwas Geduld zu haben. Warten Sie ein paar Minuten, bis Sie die Spülung auswaschen, dann haben die Pflegestoffe Zeit, die Haarstruktur zu durchdringen.

Übrigens fehlt noch ein Kandidat im perfekten Pflegetrio: Ergänzen Sie Shampoo und Spülung einmal wöchentlich mit einer abgestimmten Kur. Diese ist quasi ein Turbo-Conditioner, der konzentrierte Pflegestoffe tief in die Haarstruktur führt und dort mit Langzeitwirkung verankert.

Bildquelle: Piotr Marcinski – fotolia.com

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