Ausflug ins Wörterwirrwarr – Fachbegriffe erklärt: Pointen

Wenn wir als Friseurprofis vom Pointen reden, meinen wir damit keine Kalauer und auch keine neuen Pünktchenmuster. Wir meinen eine Schnitttechnik, für mehr Leben, Struktur und Lässigkeit in der Kurzhaarfrisur. Die Grundidee dieser Technik können Sie sogar zuhause anwenden – und zwar ohne Schere!

Zickzack zu mehr Lässigkeit 

Im Friseurhandwerk gilt eine goldene Regel: Was später total lässig aussehen soll, muss erst einmal akkurat vorbereitet werden. Bevor der Profi mit der glatt geschliffenen Haarschere zur Point-Technik ansetzt, schneidet er erst einmal einen Bob, einen Pixie oder einen anderen trendigen Kurzhaarlook. Dabei achtet er auf saubere, kompakte Linien und die passenden Längen für Ihren Typ.

Erst, wenn diese Grundform perfekt ist, geht es ans Pointen.Dabei wird die Scherenklinge senkrecht zu den Haarspitzen gehalten. Der Friseur schneidet mit einer leichten Zickzack-Bewegung von unten oder oben in die Spitzen und lockert so die Grundlinie auf.

Mit präzisen Schnitten und dem ständigen Neuausrichten der Strähnen erreicht der Haarprofi, dass an sich kompakte und strenge Frisurlinien wesentlich lässiger fallen. Im Vergleich zum Slicen oder Effilieren nimmt das Pointen zwar ebenfalls Länge weg, tut dies jedoch nur an der Grundlinie und dank der Handbewegungen sehr individuell. Außerdem soll diese Technik im Gegensatz zu anderen Verfahren kein Volumen addieren, sondern es gekonnt wegnehmen.

Pointen gehört zur Kurzhaarfrisur 

Weniger Volumen – will man das? Man will! Die Point-Technik ist ein klassischer Kniff bei jeder Kurzhaarfrisur, bei der es besonders auf die saubere Grundstruktur ankommt. Typischerweise wird damit der Bob auf modern getrimmt, auch sehr angesagte Ultrakurz-Looks erhalten damit einen zeitgemäß „zerfransten“ Stil. Durch das herabgesetzte Volumen schärft das pointierte Schneiden die Konturen und kann auch bei dickeren Haaren für mehr Struktur sorgen.

Die Point-Methode kann natürlich auch an Ponypartien eingesetzt werden und hat auch bei längeren Haaren ihre Daseinsberechtigung. Allerdings brauchen längere Haare meist mehr Unterstützung beim Volumen – doch dafür ist Pointing eben nicht gedacht.

Pointen zuhause? Na klar! 

Natürlich sollen Sie zuhause nicht zur Schere greifen – das überlassen Sie am besten den Profis. Sie können sich aber die Grundhaltung der Point-Technik zunutze machen und mit dem Haartrockner einen lässig zersausten Kurzhaarlook mit viel Struktur zaubern.

Halten Sie dazu den Fön senkrecht zur Grundlinie und trocknen Sie die Haare von unten ohne allzu viel Power in engen Zickzacklinien. Damit folgen Sie der Grundintention des Haarschnitts und arbeiten die zuvor kunstvoll herausmodellierten Konturen präzise nach. Etwas Stylingcreme oder -Wachs fixiert das Ganze.

Wenn wir Sie bei Ihrem nächsten Friseurbesuch zu den besten Schnitttechniken für Ihren Typ beraten dürfen, sprechen Sie uns gern an!

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