Unique Friseure München: Im Dialog mit unseren Kunden

Unique Friseure in München - Christina EichbergerSchnell zum Friseur, kurze Einweisung und hinterher gefällt die Frisur nicht? Christina Eichberger, Inhaberin von Unique Friseure München, weiß, wie es dazu kommen kann. Und verrät im Interview, wieso ein Salonbesuch – gerade als Neukundin – etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte.

Christina, kann man einen guten Salon messen?

Theoretisch ja. Und zwar an der Zeit, die zwischen all den Arbeitsgängen vom Eintreten bis zum Verlassen des Salons vergeht.

Und was sollte auf der Uhr stehen?

Einen professionellen Salon erkennt man daran, dass die Kundin nach dem Eintreten freundlich empfangen wird, ankommen kann und sich entspannt. Dann folgt ein intensives Gespräch mit dem Friseur, dann das Waschen und erst danach geht es an die eigentliche Frisur. Das dauert natürlich seine Zeit und ist mit der Fließband-Arbeit mancher Günstig-Ketten kaum zu vergleichen.

Welcher Teil nimmt denn die meiste Zeit in Anspruch?

Pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen, allerdings halten sich bei Neukundinnen, finde ich, Beratung und Schnitt mitunter zeitlich die Waage.

Warum dauert die Beratung so lange?

Im Gespräch finden wir erst die richtige Frisur. Als Profis müssen wir uns zunächst ein umfassendes Bild von der Kundin und ihren Wünschen machen. Wir müssen ausloten, welchen Charakter- und Farbtyp wir vor uns haben und welcher Schnitt oder welche Farbe dazu passt. Das geht nicht mit zwei Blicken, sondern mit einem angeregten Dialog.

Kann sich eine Kundin denn auf dieses Gespräch vorbereiten?

Natürlich. Sie sollte sich im Vorfeld Gedanken zu ihrer Wunschfarbe und -frisur machen, vielleicht Beispiele aus Zeitschriften oder Blogs mitbringen. Wenn es nur einen Wunsch nach Veränderung gibt, kann sie sich grundsätzliche Dinge, etwa zur Länge oder der Frage nach einem Pony, überlegen.

Und dann setzt ihr das eins zu eins um?

Jein. Bei klaren Vorstellungen schauen wir, ob der Wunsch überhaupt zur Kundin passt. Da jede Haarstruktur und jedes Gesicht anders ist, müssen Beispielfrisuren daran angepasst werden. Und es würde zum Beispiel die Kundin unglücklich machen, wenn ihr ein Pony nach ihrer ursprünglichen Vorstellung überhaupt nicht stehen würde.

Also sagt ihr ehrlich, wenn eine Idee nicht so gut ist?

Unbedingt! Eine Frisur muss zum Typ passen, und nicht anders herum. Wir suchen dann gemeinsam Kompromisse oder andere Schnittformen, die wirklich zur Kundin passen.

Wie geht es dann weiter? Wird geschnitten und geschwiegen?

Auf gar keinen Fall. Es ist wichtig, jeden einzelnen Schritt zu erklären und Fachbegriffe in verständliche Sprache zu übersetzen. Denn so hat die Kundin immer die Möglichkeit einzugreifen, wenn sie doch etwas ändern möchte. Und es ist uns immens wichtig, Tipps zum Styling und zu Pflegeprodukten für daheim zu geben, schließlich soll die Kundin bis zum nächsten Besuch bei uns immer strahlend schön wirken.

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